Wissenswertes zum Schulprofil

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Mit dem Projekt „Siegener Netzwerk Schulentwicklung (SiNet)“ bietet die Universität Siegen unter Koordination der Fakultät II „Bildung, Architektur, Künste" den Schulen in ihrer Heimatregion eine Möglichkeit zum Ausbau und zur Verstetigung der gegenseitigen Kooperation mit ihr und untereinander. Eine wesentliche Aufgabe des Netzwerks sehen wir darin, die Partnerschulen bei ihrer weiteren Entwicklung wissenschaftlich zu begleiten und personell zu unterstützen. Für uns interessant sind dabei Entwicklungen, die auf die Bewältigung des Spagats zwischen einem hohen gesellschaftlichen Bildungsanspruch auf der einen Seite und einer sich verändernden Schülerschaft auf der anderen Seite zielen.

Mit Veränderungen in den Schülerschaften sind die meisten Schulen aller Schulformen und -stufen konfrontiert, wenn auch mit schulformspezifisch unterschiedlichen Konsequenzen. Neben schulpolitischen Vorgaben (etwa den Änderungen im Schulgesetz zugunsten einer inklusiven Beschulung) werden sie gerade auch im Kreis Siegen-Wittgenstein neuerdings durch zwei gegenläufige soziologische Phänomene bewirkt: Auf der einen Seite sind die Schülerzahlen seit Jahren rückläufig, auf der anderen Seite wächst die Gruppe der Flüchtlingskinder an. Mit anderen Worten ist das Problem des Schülerrückgangs, für das die Schulpolitik und die Schulen nach und nach Lösungsansätze entwickelt haben, (zunächst) gestoppt dadurch, dass die Schulen immer mehr Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Schul- und Bildungsbiographien, mit zum Teil traumatisierenden Flüchtlingsbiographien und in der Regel ohne jegliche Sprachkenntnisse im Deutschen aufnehmen und zwar als Quereinsteiger.

Von den Schulen wird erwartet, dass sie mit individualisierenden Konzeptionen und Strukturen auf diese Veränderungen reagieren. Dabei möchten wir unsere zukünftigen Partnerschulen einerseits personell unterstützen und andererseits wissenschaftlich so begleiten, dass wir gemeinsam mit ihnen lernen, wie solche Konzepte aussehen können und, mehr noch, wie die Entwicklungsprozesse dorthin gelingen können. 

Mit Veränderungen in den Schülerschaften sind die meisten Schulen aller Schulformen und -stufen konfrontiert. Neben schulpolitischen Vorgaben werden sie gerade auch in Siegen und im Kreis Siegen-Wittgenstein vor allem durch den Schülerrückgang bewirkt, wenn auch mit schulformspezifisch unterschiedlichen Konsequenzen. Von den Schulen wird erwartet, dass sie mit individualisierenden Konzeptionen und Strukturen auf diese Veränderungen reagieren. Unsere zukünftigen Partnerschulen möchten wir dabei einerseits personell unterstützen und andererseits wissenschaftlich so begleiten, dass wir gemeinsam mit ihnen lernen, wie solche Entwicklungsprozesse gelingen können. Dazu steht das Projekt auf den beiden für eine Universität typischen Säulen „Wissenschaft“ und „Lehre“:

1. Wissenschaft: Die Partnerschulen werden wissenschaftlich begleitet, indem ihre Entwicklungsschritte evaluiert und so Konzepte ausgearbeitet werden, die wiederum anderen Regelschulen die Konzeption eines eigenen Weges erleichtern können unter den gewöhnlichen Bedingungen im laufenden Betrieb und deswegen: in kleinen Schritten und, so der Anspruch, alltagstauglich. Die Ergebnisse der Begleitung werden regelmäßig in Forschungswerkstätten und Netzwerktreffen öffentlich gemacht.

2. Lehre: An den Partnerschulen sollen für das Praxissemester Ausbildungsteams gebildet werden, bestehend aus einem Lehrer, der seinen Unterricht stärker individualisieren möchte, und einem oder mehreren jener Lehramts-Masterstudenten, die der entsprechenden Partnerschule zugewiesen wurden. Die Zuweisung zu den Partnerschulen erfolgt in dem für alle Lehramtsstudenten obligatorischen Verfahren über das „Portal zur Platzvergabe im Praxissemester (PVP)“, m.a.W.: Es findet keine Vorauswahl spezifischer Praxissemester-Studenten für die Partnerschulen statt.

Das Ziel ist, den Praxissemester-Studenten der Partnerschulen eine Ausbildungsphase nach dem Vorbild der „Cognitive Apprenticeship“ zu ermöglichen. Darauf werden sie nach der Zuweisung in einer originär hierfür konzipierten Lehrveranstaltung im ersten Mastermodul Bildungswissenschaften (M1) vorbereitet. Dieses Modell ermöglicht den Studenten, im stützenden Rahmen des Teams zunehmend Verantwortung zu übernehmen und ihre dabei erworbenen Erfahrungen so mit Reflexion zu verbinden, dass ihr inzidentelles Lernen idealerweise zu einer expliziten, also bewussten Verarbeitung führt. Zugleich erhalten die Lehrpersonen hierüber verlässliche personelle Unterstützung für ihre unterrichtliche Arbeit.

Die konkrete Ausgestaltung dieser Säule befindet sich noch im Ideenmodus. An der Konkretisierung der Ideen sollen die Partnerschulen, das Zentrum für Lehrerbildung der Universität und das Kompetenzteam des Kreises Siegen-Wittgenstein (in personam die Herren Sidenstein und Trippler) eingebunden werden.

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