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Fit für die Klassengemeinschaft

Alle 5. Klassen nahmen in den ersten Schulwochen an einem Projekttag unter der Leitung der Schulsozialpädagogin, Frau Brockhaus, teil. Einen ganzen Tag ging es um Freundschaft, Streit, Mobbing und Zusammenhalt.

Die Schüler*innen fragten sich, welche Regeln eine gute Freundschaft benötigt, wie ein Streit entsteht und wie er so gelöst werden kann, dass beide Seiten am Ende zufrieden sind. Zudem lernten sie die Arbeit der ausgebildeten Streitschlichter*innen kennen, die an der Bertha jüngeren Schüler*innen bei Konflikten helfen.

Weiter ging es dann mit der Frage, wie man sich verhält, wenn Freunde Dinge fordern, die einem selbst oder anderen Menschen schaden. Schnell war klar, dass Freundschaft auch Grenzen hat, dass es aber nicht einfach ist, nein zu sagen, wenn man am Ende allein da steht, weil man bestimmte Dinge nicht mitmachen will. Mithilfe der Übung „Macht und Ohnmacht“ konnten die Kinder erfahren, was es bedeutet, mächtig bzw. ohnmächtig zu sein. Auch wenn es anfangs Spaß macht, mächtig zu sein, kann es auf Dauer langweilig werden, immer nur zu kommandieren. Andererseits möchte niemand auf Dauer Befehle ausführen. Die Möglichkeit, dass der Mächtige seine Macht missbraucht ist schnell erreicht. Anhand des Spiels „Zwerg und Riese“ wurde den Kindern dann spielerisch verdeutlicht, wie Mobbing funktioniert. Hier stehen viele „Werfer“ gegen einen „Zwerg“ und auch wenn es einen „Riesen“ gibt, der sich schützend vor den „Zwerg“ stellt, scheint die Situation ausweglos und der „Riese“ kann den Schutz nicht auf Dauer aufrecht erhalten, ohne selbst ins Kreuzfeuer zu geraten.

Die Schüler*innen erkannten schnell, dass es viele „Riesen“ (Unterstützer) geben muss, um dem „Zwerg“ (Mobbing-Betroffener) zu helfen, und dass diese aus der Gruppe der „Werfer“ (Täter und Mitläufer) kommen müssen. Je weniger Mobber es gibt, desto besser geht es allen.

An der Bertha hat Mobbing keinen Platz. Daher hat die Schulkonferenz entschieden, dass die Anti-Mobbing-Konvention in das Schulprogramm aufgenommen wird. Hier wird zunächst in kurzen Sätzen erklärt, was (Cyber-)Mobbing ist und dann werden die 10 Thesen für ein respektvolles Miteinander aufgeführt. Nach dem gemeinsamen Lesen unterschrieben neben den Klassenlehrer*innen auch alle Kinder diese Anti-Mobbing-Konvention und legten sie zuhause ihren Eltern vor.

Als Abschluss des Projekttages sollte die Klasse noch einmal eine besondere Aufgabe lösen. Die gesamte Gruppe sollte allein als „Blinde Kobra“ vom Klassenraum in das Forum gehen. Auch hier war es wieder wichtig, zusammenzuhalten, sich gegenseitig zuzuhören und auf einander Rücksicht zu nehmen. Alle Klassen haben diese Aufgabe mit Bravour geschafft und sind nun fit für die Klassengemeinschaft!